Einmal Weltmeisterschaften und zurück

(von Esther Claußen und Till Kuhlmeyer)

Esther und Till in Atlanta

Bild: Esther Claußen und Till Kuhlmeyer in Atlanta

Als wir uns im Herbst 2017 entschlossen haben, uns für die Deutsche Nationalmannschaft des DKV im Drachenboot zu bewerben, wussten wir noch nicht, auf welches Abenteuer wir uns einlassen würden.

Die ersten Sichtungen fanden bereits im November, zumeist im Ruhrpott oder in Fürstenwalde, statt. Dabei mussten wir nicht nur unser Können im Drachenbootfahren unter Beweis stellen, auch beim Athletiktest und auf der Zugbank ging es heiß her. Bei den Paddeltests wurde im Outrigger oder im Drachenboot gegen die Uhr gefahren. Und ein 12,5 m langes Drachenboot mit 250 kg ist ganz schön schwer zu bewegen, wenn man alleine im Boot sitzt. Till bekam seine Nominierung dann relativ zügig im Frühjahr, bei mir hat es etwas länger gedauert.

Aber dann fing die Arbeit erst an. Till ist für das 10er Open und das 10er Mixed in der Premiumklasse an den Start gegangen. Ich durfte im 10er Premium Mixed starten. Beide Boote waren in Mülheim an der Ruhr stationiert, so dass wir die folgenden sechs Trainingslager bereits 600 km auf der Uhr hatten, bevor wir das erste mal ins Boot gestiegen sind. An einem Wochenende sind dann schon mal sieben Einheiten mit über 50 km zustande gekommen. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn im September war es dann soweit: auf nach Atlanta zu den

2018 ICF DRAGON BOAT WORLD CHAMPIONSHIPS

auf der Olympiastrecke vom Lake Lanier in Gainesville, USA.

Am Samstag, den 08.September 2018 haben wir uns auf den Weg gemacht. Berlin – Paris – Atlanta. Bereits am Sonntag sind wir das erste mal aufs Wasser gegangen, um die Boote und das Wasser kennenzulernen. Und das war auch gut so. Die meisten von uns sind noch nie in so weichem Wasser gefahren, sodass sie Trainingseinheiten vor Ort im wahrsten Sinn Gold wert waren. Die folgenden Tage sahen dann immer ähnlich aus. Morgens um sechs die erste Runde laufen und ein bisschen Tabata im Park, dann Frühstück und ab an die Strecke. Dort gab es dann eine Einheit pro Boot und Mittag. Nachmittags konnten wir im Team die Gegend erkunden. Nicht fehlen durfte dabei das Coca Cola Museum (die Cola wurde nämlich in Atlanta erfunden), das Mercedes Benz Stadion der lokalen Footballmannschaft Falcons (mit über 75.000 Sitzplätzen) oder eine Wanderung in einem kleinen Canyon mit Wasserfall. Auch das schweißt zusammen!

Die Rennen fanden dann bei knapp 30 Grad von Donnerstag bis Sonntag statt. Aber nach unserem Sommer in Berlin, hat uns das zum Glück nichts ausgemacht. Gestartet wurde

  • auf den Distanzen 200 m, 500 m und 2000 m
  • in den Altersklassen Junior, Premium, 40+ und 50+
  • im 10er und 20er Boot
  • bei den Damen, Herren und im Mixed Boot.

Auf den Strecken 200 m und 500 m konnten das Mixed- und das Herrenboot nicht viel abräumen. Wir waren jedes Mal im Finale, aber für eine Medaille hat es leider nicht gereicht. Aber wir wussten ja, dass unsere Paradestrecke mit 2000 m noch kommen würde. Und Tatsache. Till konnte im Herrenboot die Goldmedaille nach 9:18 Minuten und etwa 700 Schlägen erringen. Im Mixed Boot konnte ich nach 9:48 Minuten auf Platz zwei fahren. Mit drei Wenden, jeweils um die 15 Boote, hatten wir eine Menge bewegtes Wasser um uns herum, aber unser Steuermann und die Trommelfrau haben uns super angetrieben, sodass das Boot – wie wir zu sagen pflegen – richtig marschieren konnte.

Und das mit Erfolg. Vizeweltmeister und Weltmeister 2018, Silber und Gold, über 2000 m im Drachenboot. Als die Ergebnisse klar waren, konnten wir auch die ein oder andere Freudenträne nicht mehr zurückhalten.

Gold und Silber bei der Weltmeisterschaft

Bild: Weltmeister Till Kuhlmeyer und Vizeweltmeisterin Esther Claußen

 

Es gab in 2018 für uns kaum ein freies Wochenende, keinen Urlaub und viele Trainingskilometer auf dem Wasser und 1000de Wiederholungen auf der Zugbank. Aber wenn die deutsche Nationalhymne für einen über den ganzen See schmettert, überwiegen Stolz und Freude über das Erreichte umso mehr.

Wir möchten uns auch noch mal für die kleine Aufmerksamkeit zur Hauptversammlung bedanken. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Ohne Wasser.

Berliner Meisterschaft 2016

(von Katrin Noack)

Bei der diesjährigen Berliner Meisterschaft in Grünau vom 11. bis 12. Juni war „Gut Naß“ mit 8 Sportlern vertreten.

Frank und Sabine als Support-Team waren noch vor dem Bäcker aufgestanden, hatten den Hänger nach Grünau gefahren und die Obleute-Besprechung besucht.

Samstagvormittag fanden zunächst die 500 m-Vorläufe der Schüler statt. Doch als erstes mussten die Boote auf die Waage und nachjustiert werden. Niklas, Emil und Leon fuhren in ihren Vorläufen jeweils auf Platz 1. Und auch im K2 kamen Emil und Leon im Vorlauf als erste durch die Zielgerade. Im Zwischenlauf erreichten sie anschließend den 2. Platz und sicherten sich so einen Startplatz im Endlauf am Sonntag.

Bei herrlichstem Sonnenschein wurde während der Mittagspause gegessen, ausgeruht und viel mit dem Spielmeister Karsten gespielt.

Nachmittags kam ab und zu ein kleiner Wind auf, der in Grünau bekanntlich zu unangenehmen Wellen führen kann. So kam es wahrscheinlich auch, dass Robin in seinem 1000 m Rennen (männl. Jugend) unfreiwillig ein kleines Bad nahm. Alle anderen Teilnehmer waren sehr neidisch auf seine Abkühlungsmöglichkeit. Denn bei diesem wunderbaren Wetter war es für alle Aktiven hart, nicht baden zu dürfen.

Im 200 m K1 kämpfte sich Robin dann aber erfolgreich durch die Wellen und belegte den 7. Platz.

Danach kamen die erwachsenen Fahrer an die Reihe.

Rolli schneite kurz vorbei und sicherte sich im Senioren-C1 auf 200 m den 1. Platz. Jonas belegte im C1-Vorlauf den 6. Platz und Martin kämpfte sich im Senioren-K1 auf Platz 2.

Im C2 fuhr Jonas mit Stefan von Borussia ebenso auf den 2. Platz.

Leistungsklasse und Senioren wurden im K2 über 200 m zusammen gestartet, so dass Tobias mit seinem Zweierpartner aus dem Landesleistungszentrum den 1. Platz in der LK belegte, während Martin mit seinem Zweierpartner Frank R. von AdW ein paar Bahnen weiter ebenfalls den 1. Platz, aber halt bei den „älteren Herren“ belegte. Aufgrund eines „Gewichtsproblems“ (Wer hatte zu wenig Kuchen gegessen? – Das Boot?) wurden Martin und Frank R. leider disqualifiziert, aber bei Tobias stimmte alles, so dass er Berliner Meister wurde.

Die Disqualifizierten trösteten sich damit, dass morgen ja nicht nur auch noch ein Tag, sondern auch noch ein Rennen sei.

Und so ging der erste Regattatag mit einer wunderschönen Abendsonne zu Ende.

Am Sonntag mussten dann alle nicht ganz so früh antreten, da in Grünau zunächst „gesupt“ wurde. Denn es wurde die erste Berliner Meisterschaft im SUP ausgetragen (Stand Up Paddling – Auf dem Brett stehend paddeln).

Jonas fuhr im C1 auf 1000 m auf den 4. Platz.

Emil musste noch in den Zwischenlauf im K1 Schüler B AK 11, da ein direkter Einzug in den Endlauf nicht möglich gewesen war. Diesen Zwischenlauf meisterte Emil wiederum souverän und ging locker als Erster durchs Ziel. Damit waren alle 3 Schüler B vom PGNT für die Endläufe qualifiziert. Ein toller Teilerfolg!

Nun gelang, was gestern schief gegangen war: Gut Naß erfuhr in nur 1 Rennen zwei erste Plätze aufgrund des erneuten Zusammenstartens von Leistungsklasse und Senioren im K2 über 500 m.

Tobias wurde auch über 500 m Berliner Meister in der Leistungsklasse und Martin belegte mit Frank R. von AdW den 1. Platz bei den Senioren.

Außerdem fuhr Martin auch über die 500 m-Distanz im K1 der Senioren auf den 2. Platz.

Das PGNT-Maskottchen Arvid brachte weiterhin viel Glück, so dass bei den K1 Endläufen Niklas auf Platz 7, Emil auf Platz 1 und Leon auf Platz 5 fuhren. Im Zweier errungen Emil und Leon zusammen dann noch den 4. Platz, was 2 spannende Regattatage abrundete.

Abschließend kann ich sagen, dass wir echt tolles Wetter und sehr motivierte Sportler hatten, so dass die Regatta ein voller Erfolg war.

Wir danken Frank und Sabine für den Bootstransport und die Betreuung und freuen uns auf das nächste sportliche Ereignis.

 

 

 

Übersicht

K1 Schüler B AK 12 500 m:           Niklas:                  7. Platz

K1 Schüler B AK 11 500 m:           Emil:                      1. Platz (Berliner Schülerbester!)

K1 Schüler B AK 10 500 m:           Leon:                    5. Platz

K2 Schüler B 500 m:                        Emil/Leon:          4. Platz

K1 männl. Jug. 200 m:                   Robin                    7. Platz

C1 LK 200m:                                       Jonas:                   6. Platz Vorlauf

C1 Senioren 200 m:                        Rolli:                      1. Platz

C2 LK 200 m:                                      Jonas:                   2. Platz

K1 Senioren 200 m:                        Martin:                2. Platz

K2 LK 200 m:                                      Tobias:                 1. Platz (Berliner Meister)

C1 LK 500 m:                                      Jonas:                   4. Platz

K1 Senioren 500 m:                        Martin:                2. Platz

K2 LK 500 m:                                      Tobias:                 1. Platz (Berliner Meister)

K2 Senioren 500 m:                        Martin:                1. Platz

 

Herzlichen Glückwunsch!

Jugendregatta und Berliner Langstreckenmeisterschaft 30.04.-01.05.2016

 

Gut Naß war erfolgreich!

Emil ist Schülerbester auf der langen Strecke geworden und auch bei der Jugendregatta im K 1 über 500 m auf den 1. Platz gefahren. Im K2 über 500 m belegten Emil und Leon den 2. Platz. Außerdem ist Rolli Berliner Langstrecken-Vize-Meister und Jonas Dritter im C1 geworden.

Weitere Ergebnisse:

Niklas K1 500 m Schüler B AK 12 :             5. Platz (Vorlauf)

Robin K1 500 m männl. Jugend:                               11. Platz

Leon K1 500 m Schüler B AK 10:                                6. Platz

Niklas K1 2000 m Schüler B AK 12:            5. Platz

Leon K1 2000 m Schüler B AK 10:              4. Platz

 

Herzlichen Glückwunsch!


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